Übergangsregelungen Klassenstufe 6

Hier finden Sie einen Kurzüberblick zur Thematik. Es handelt sich bei den Texten um Auszüge aus dem Bildungs-Register.

Den kompletten Text können Sie hier herunterladen: als pdf-Datei komplett ansehen

Wichtige Termine zum Thema:

Informationsveranstaltung der Trelleborg-Schule 

06. Januar 2011, 1800 Uhr
Aula der Trelleborg-Schule
Eschengraben 40
13189 Berlin

"Oberschulmesse" 
Informationsveranstaltung der Oberschulen

10. und 11. Januar 2012, von 1800 bis ca. 2030 Uhr
Oberstufenzentrum Gastgewerbe
Buschallee 23a
13088 Berlin

In Berlin gibt es nur noch zwei Schularten, die sich an die Grundschule schließen:

Integrierte Sekundarschule

Gymnasium

Integrierte Sekundarschulen sind Schulen, in denen alle Kinder ab Klasse 7 erfolgreich lernen können. Diese Berliner Schule bietet die Möglichkeit, alle üblichen Schulabschlüsse abzulegen: entweder nach 10 Jahren die Berufsbildungsreife, die erweiterte Berufsbildungsreife oder den Mittleren Schulabschluss, die Abiturprüfung wird für gewöhnlich nach 13 Jahren abgelegt, ist aber bei entsprechender Leistung auch nach 12 Jahren möglich.

Wie schon die Grundschulen setzen auch die Sekundarschulen auf gemeinsames Lernen und die Verbindung von Bildung und Betreuung bis in den Nachmittag. Daher sind alle Sekundarschulen Ganztagsschulen, sie bieten Ganztagsbetreuung bis mindestens 16 Uhr als verlässliches Angebot.

Dafür sorgen nicht nur Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die das Team der Lehrkräfte ergänzen. Kooperationen mit Sportvereinen, Musikschulen, Volkshochschulen und anderen Anbietern von Nachmittagskursen für die Schüler machen die Sekundarschule auch außerhalb der eigentlichen Unterrichtszeit attraktiv.

Sekundarschulen bieten kleinere Klassen mit 25 Schülerinnen und Schülern. Klassen erhalten zusätzlich Lehrkräfte, wenn viele Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache oder von der Zahlung für Lernmittel befreite Schüler diese Schule besuchen. So können die Klassen noch kleiner werden. In der Regel wird es an Sekundarschulen vier bis sechs Klassen pro Jahrgangsstufe geben – also die 7a, die 7b bis hin zur 7d oder 7f. Eine mindestens vierzügige Schule, wie es die Sekundarschulen bis auf Ausnahmen sein werden, ist deshalb von Vorteil, weil das Unterrichtsangebot und die angebotenen Nachmittagskurse vielfältiger sein können.

Sekundarschulen bieten mit dem Dualen Lernen früh Schritte in die Arbeitswelt (mehr ab Seite 16). Der Unterricht an Sekundarschulen wird insgesamt praxisbezogener durch die Kooperation mit Ausbildungsbetrieben, Werkstätten und anderen Unternehmen. Sekundarschulen können ihre Unterrichtsangebote nach den Stärken der Schüler auffächern, wobei die Schulkonferenz festlegt, wie diese Differenzierung im Detail gestaltet werden soll.

Wer ein Gymnasium besucht, strebt min der Regel das Abitur als Abschluss an. Anders als früher wird heute in allen Bundesländern das Abitur an Gymnasien nach zwölf Jahren Schulzeit abgelegt, ohne dass die Zahl der Schulstunden insgesamt sinken durfte. Dies ist eine bundesweite Festlegung der Kultusministerkonferenz. Die Klassenstufe 11 wird in ihrer alten Form als Einführungsphase zum Abitur wegfallen, also müssen mehr Stunden in den Klassen 7-10 gegeben werden. Gymnasiasten haben daher – anders als Sekundarschüler – fast jeden Tag sieben Schulstunden. Nur so ist es möglich, den Schulstoff in zwölf Jahren zu bewältigen, für den Sekundarschüler auf dem Weg zum Abitur normalerweise dreizehn Jahre haben. Berliner Gymnasien werden jetzt mit Mensen ausgestattet, damit die Jugendlichen sich an einem langen Schultag mit einem warmen Mittagessen stärken können. In jedem Berliner Bezirk wird es künftig auch mindestens ein Gymnasium mit Ganztagsangeboten bis 16 Uhr geben.

Während die normale Gymnasiallaufbahn in der siebten Klasse beginnt, gibt es an einigen wenigen Gymnasien weiter das Schnellläufer-Abitur, das bereits nach elf Jahren abgelegt wird, diese Laufbahn beginnt schon ab Klasse 5. Grundständige Gymnasien ergänzen das Angebot, sie haben ein spezielles Profil wie etwa den verpflichtenden Unterricht in Latein und Alt-Griechisch und starten ebenfalls bereits mit Klasse 5.

 

 

Aufnahme in die Sekundarschule und das Gymnasium

Berliner Eltern entscheiden – wie bisher – im letzten Grundschuljahr ihres Kindes, welche Schulart das Kind künftig besuchen soll, dann wählen sie die gewünschte Schule. Übersteigt die Zahl der an einer Sekundarschule oder an einem Gymnasium angemeldeten Schüler die verfügbaren Plätze, entscheidet die Schule über 60 Prozent der Aufnahmen. Dies geschieht nach transparenten, von der Schulaufsicht genehmigten Kriterien. Dabei kann der Notendurchschnitt und das besondere Profil der Schule vorzugsweise berücksichtigt werden. Weitere zehn Prozent der Plätze vergibt die Schule an Härtefälle. Die verbleibenden 30 Prozent der Plätze werden danach im Losentscheid vergeben. Ganz wichtig zu wissen: Unabhängig vom Losentscheid behält jedes Kind seinen Anspruch auf einen Platz in der von den Eltern gewünschten Schulart. Die Ungerechtigkeit der BVGQuote, bei der die Entfernung zwischen Wohnung und Wunsch-Schule über die Aufnahme entschied und nicht die Eignung des Schülers, wird damit abgeschafft. Ab Klasse 7 gibt es somit berlinweit freie Schulwahl. Jeder hat die Chance auf einen Platz an seiner Wunschschule auch in einem anderen Bezirk.

Das neue Verfahren sorgt für mehr Chancengerechtigkeit – und für eine sinnvolle, ausgeglichene Verteilung der Schüler.


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